Starkregen setzt Teile Günzburgs unter Wasser

Starkregen setzt Teile Günzburgs unter Wasser

Starke Regenfälle haben am Mittwoch zu mehr als 50 Einsätzen der Feuerwehr im Bereich Günzburg geführt. Das Wasser lief am Nachmittag wie in einem Bach vom Polizeiohr zum Mühlwegtunnel. Das Nadelöhr der Günzburger Umgehung stand zeitweise bis zu einem halben Meter voll. „Ich bin seit 20 Jahren hier, und so lange gibt es schon den Tunnel, aber so was habe ich noch nicht erlebt“, sagte Franz Schnatterer, der Chef der Straßenmeisterei.

Das Problem: Die Abwasserschächte wurden dort mit Schlamm überdeckt, sodass die braune Brühe zunächst nicht ablaufen konnte. Seine Mitarbeiter mussten sie per Hand öffnen – „keine ungefährliche Aufgabe, in Niederbayern ist dabei ja schon jemand in den Strudel gesogen worden“. Der Tunnel musste anschließend gereinigt werden. Wegen der stundenlangen Sperrung staute sich der Verkehr in der gesamten Innenstadt. Erst am Abend konnte die Verbindung wieder freigegeben werden.

Quelle: Günzburger Zeitung

Die Feuerwehr hatte währenddessen mit dem Riemgraben zu kämpfen. „Wir haben die Mitteilung bekommen, dass er überläuft. Fünf Minuten später waren wir da – und da war schon alles überflutet“, erklärte Christian Eisele, Kommandant der Günzburger Feuerwehr. Alle Einheiten aus der Stadt und den Stadtteilen waren mit 30 Fahrzeugen und knapp 120 Kräften im Einsatz, unterstützt von Wehren aus der Nachbarschaft, der Werksfeuerwehr des Bezirkskrankenhauses und dem Technischen Hilfswerk. So wurden etwa im Bereich der Amselstraße Sandsäcke gelegt, um zu verhindern, dass die Keller volllaufen.

Drei Verletzte bei Unfall – 83-Jährige schwebt in Lebensgefahr

Drei Verletzte bei Unfall – 83-Jährige schwebt in Lebensgefahr

Drei Menschen sind bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Heidenheimer Straße im Bereich Günzburg verletzt worden. Eine 83-Jährige schwebt in Lebensgefahr.

Bei einem Verkehrsunfall auf der Heidenheimer Straße nahe des Campinglands sind am späten Montagnachmittag mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war ein 66-Jähriger gegen 16.45 Uhr von Günzburg aus in Richtung Niederstotzingen unterwegs, als er aus bislang ungeklärten Gründen mit seinem Auto auf die Gegenspur geriet und dort mit einem Wagen kollidierte, den eine 30-Jährige steuerte. Der 66-Jährige wurde schwer und seine 83 Jahre alte Beifahrerin lebensgefährlich verletzt. Ein Rettungshubschrauber flog diese in ein Unfallkrankenhaus. Die Fahrerin des anderen Fahrzeugs wurde leicht verletzt.

Die Strecke musste mehrere Stunden lang gesperrt werden, da die Staatsanwaltschaft anordnete, dass ein Sachverständiger hinzugezogen werden muss. Im Einsatz waren auch die Polizei, die Feuerwehren Riedhausen und Günzburg mit etwa 30 Kräften sowie der Rettungsdienst mit drei Rettungswagen, zwei Notärzten und einem Einsatzleiter. Die Straße konnte in dem Bereich erst wieder kurz nach 20 Uhr für den Verkehr freigegeben werden. cki, obes

Quelle: Günzburger Zeitung

Was Günzburgs nördlichsten Stadtteil bewegt

Was Günzburgs nördlichsten Stadtteil bewegt

Die Riedhauser sprechen Verkehrsprobleme an und ein umstrittenes Industriedenkmal Von Sandra Kraus
Auf großes Interesse stieß die Bürgerversammlung der Stadt Günzburg im Stadtteil Riedhausen. Über 40 Personen waren in das Bürgerhaus des nördlichsten Stadtteils nahe der Landesgrenze zu Baden-Württemberg gekommen. Das mit rekordverdächtigen 5760 ehrenamtlichen Arbeitsstunden errichtete Haus ist seit bald drei Jahren ein Ort der Begegnung und des aktiven Dorflebens.

Tradition hat bei den Stadtteil-Bürgerversammlungen, in denen in einem sechs Jahres-Turnus jeder der sieben Stadtteile einmal von Oberbürgermeister, Stadtrat und Verwaltung besucht wird, der 90-minütige Rundgang durch den Ort. Erstes Ziel war die Fußgängerampel über die Heidenheimer Straße. Dem Bürgerwunsch, dort eine Insel als Querungshilfe einzubauen, wurde nicht entsprochen. „Eine Ampel halte ich für das sicherste Mittel“, begründete Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Doch eine längere Grünphase, damit auch Senioren oder Fahrradgruppen stressfrei auf die andere Straßenseite kommen, wurde als Anregung notiert.

Auf dem Friedhof wurde der barrierefreie Zugang, zu dem die Stadt 60 000 Euro beigetragen hat, und die neuen Bestattungsmöglichkeiten in Urnenstelen, Memoriam-Anlage oder Urnenbestattung unter einem Baum vorgestellt. Lob und Anregungen aus der Bürgerschaft gab es beim Spielplatz, der 2015 saniert worden war. „Hell und einladend ist es hier jetzt“, lautete die einhellige Meinung. Ähnlich aufgewertet werden soll der Feuerlöschtümpel „Am Bach“. Die Pläne sehen eine Abholzung des Wäldchens im Herbst vor und 2017 dann eine Umgestaltung des ganzen Areals mit Abflachung und Ruhebänken.

Nicht allen in Riedhausen gefällt das sehr naturnahe Biotop um die alte Kläranlage. Auch zur Rekultivierung der Vollmer-Seen wurden Fragen gestellt, wobei das mögliche Industriedenkmal „Landmarke Donaukies“ nicht diskutiert wurde. Jauernig sagte dazu: „Sie kennen meine persönliche, eher zurückhaltende, reservierte Haltung dazu. Momentan hat die Initiative zwei Jahre Zeit ein Konzept auszuarbeiten.“

Auch Schäden an Schiebern und Schächten auf den Straßen wurden von Bürgern angemahnt, ebenso die großen Pfützen am Containerplatz nach Regenfällen, das hinderliche Dauerparken auf der von-Maldeghem-Straße und im Neubaugebiet „Hinter den Gärten“. Dort sind elf von dreizehn Bauplätzen verkauft, sodass laut Bürgermeister Jauernig nun der im Bebauungsplan vorgesehene Bürgertreff angegangen werden kann. Auch müsse der Bedarf für ein weiteres Baufeld geprüft werden.

Momentan hat Riedhausen 414 Einwohner, fünf mehr als im Jahr 2013. Seit 2013 fließt das Trinkwasser in neuen Rohren von Niederstotzingen nach Riedhausen, das Abwasser wird nach Günzburg geleitet. Ohne die tatkräftige Mithilfe und finanzielle Unterstützung seitens der Riedhauser wäre der Anschluss an das schnelle Internet im Jahr 2011 nicht möglich gewesen. Hinter diesem zupackenden Bürgerengagement stehen zusammen mit vielen anderen Markus Bruckmann und Herbert Schmid.

In der Diskussion im Bürgerhaus kam der Wunsch nach Asphaltierung von Feldwegen durch das Donaumoos in Richtung Günzburger Flugplatz und in Richtung Rammingen, Asselfingen zur Sprache. Hohe Kosten und Befürchtungen der Polizei wegen steigendem Autoverkehr könnten dies verhindern. Das Argument, dass ab der baden-württembergischen Landesgrenze alles asphaltiert sei, war im Günzburger Rathaus bekannt. Etliche würden sich eine saisonale Grüngutsammelstelle in Riedhausen wünschen, elf Kilometer einfache Wegstrecke nach Deffingen seien einfach zu viel.

Der Zustand der notwendigen „Schwarzen Bretter“ zum Aushang wurde bemängelt, die fehlende Beleuchtung am Radweg, die vielen unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen zwischen Niederstotzingen und Günzburg, sowie die Frage, ob die Birkenallee an der Heidenheimer Straße in der heutigen Zeit wirklich aufgeforstet werden müsse, angesprochen.

Quelle: GZ

Neues Führungs-Duo bei der FF Riedhausen

Neues Führungs-Duo bei der FF Riedhausen

Bei ihrer diesjährigen Dienst-und Mitgliederversammlung wählte die FF Riedhausen zwei neue Kommandanten. Markus Buchmann und Michael Hartmann stellten ihre Ämter nach 12 Jahren zur Verfügung und traten nicht mehr zur Wahl an. Die Versammlung wählte Harald Blöck als ersten, und Markus Seliger als zweiten Kommandanten. Michael Hartmann wird auch zukünftig als Atmshuzbeauftragter tätig sein. Markus Buchmann übernimmt ab sofort das Amt des Gerätewartes, das zuvor Markus Seliger inne hatte.
Weiterhin wurden Simone Schreiner und Michael Hartmann als Kassenprüfer, sowie Markus Kohn und Walter Isza als Vertrauensleute gewählt.
Als letzte Amtshandlung durfte Markus Buchmann allerdings nocht Markus Kohn, Birgit Schmidt und Elke Hößle für 25 Jahre Feuerwehrdienst, sowie Heinz Kohn und Hans Krauß für 45 Jahre Feuerwehrdienst ehren. Vorstand Stefan Dormayer hatte anschließend die Ehre Alfred Buchmann und Johann Krauß für 60-jährige Mitgliedschaft in der FF Riedhausen zu ehren.