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Vollmersee

Vorsicht vor dieser Pflanze

By Riedhausen

Der giftige Bärenklau wächst auch am Günzburger Vollmersee. Warum er nicht selbst entfernt werden darf.

Er hat viele Bezeichnungen, ist groß, grün, trägt weiße Blüten und zieht wegen seiner Attraktivität besonders Kinder an. Aber der Riesen-Bärenklau, Heracleum mantegazzianum oder auch die Herkulesstaude ist sehr giftig. 2008 wurde er zur Giftpflanze des Jahres gewählt – in Günzburg hat er sich seitdem weit verbreitet.

Günzburgs Pressesprecherin Sabrina Schmidt hatte erst diese Woche wieder zwei gemeldete Riesen-Bärenklau-Fälle, die der Bauhof sofort beseitigt hat. Die Pflanze war am langen Seeweg in Richtung Erdbeersee und am Landgraben in Richtung Riedhausen. Schon längere Zeit ist bekannt, dass der giftige Bärenklau vor allem an der Südseite des Vollmersees sowie im Süden des Landkreises zwischen Niederraunau und Mindelzell am Wegrand angesiedelt ist und bekämpft wird. Schmidt bittet Menschen, die so eine Pflanze entdecken, nicht selbst zu handeln. „Die Pflanze sollte nicht angefasst werden. Wenn jemand einen Bärenklau findet, sollte er die Stadt informieren“, sagt sie.
Die Pflanze kann schlimme Verbrennungen auslösen

Denn die Pflanze kann schlimme Verbrennungen auslösen. Christine Hengeler von der Umweltstelle des Günzburger Ordnungsamtes erklärt, dass der Saft der Pflanze den Schutzmantel der Haut herabsetze. Sobald danach die Sonne auf die Kontakt-Stelle scheine, komme es zu Verbrennungen. Es können sich nässende Blasen bilden, die über Wochen hinweg nicht abheilen und sogar Kreislaufprobleme, Atemnot und Fieber sind mögliche Folgen eines Kontaktes mit der Herkulesstaude. Und bei besonders heißem Wetter reicht es aus, nur in der Nähe des Bärenklaus zu sein, denn die giftigen Stoffe – Furanocumarine – werden dann über die Luft verteilt.

Die Stadt Günzburg arbeitet nach eigenen Angaben aktiv gegen die Verbreitung der Pflanze. Das ist allerdings ein langwieriger Prozess, denn teilweise komme der Bärenklau nach über zehn Jahren immer wieder, sagt Christine Hengeler. Und die Bekämpfung sei nicht einfach, denn man müsse so spät wie möglich die Pflanze vernichten, weil sie sonst neue Blütenstämme bilde. „Mulcht man zu früh, kommt die Pflanze immer wieder“, sagt Hengeler.

Quelle: Günzburger Zeitung